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Das Vanda-Mobil bekommt Verstärkung

Seit September gibt es Verstärkung im Land: Denn nun ist das Vanda-Mobil 2 aus Neubrandenburg im östlichen Teil von MV unterwegs. Anmeldungen sind jederzeit ab jetzt möglich.





PRESSEMITTEILUNGEN

26.11.2008 | SVZ Hagenow

Zeit zum Nachdenken
Vanda-Mobil gestaltete Aktionstag in der Rudolf-Tarnow-Schule

Lieber eine Sekunde nachdenken, als dann 30 Jahre lang für einen Schaden zahlen – auf anschauliche Weise vermittelte das Team des Vanda-Mobils gestern Siebtklässlern der Rudolf-Tarnow-Schule die schlimmen Folgen von blinder Zerstörungswut.
Boizenburg Michael SeifertJulia ist 17. Im Übermut zerstört sie an einem Bahndamm einen elektronischen Schaltkasten für die Regulierung des Zugverkehrs – es bleiben 43500 Euro Schaden zurück und die Bilder auf der elektronischen Kamera, die ihr sinnloses Tun festhalten. Sie muss dafür aufkommen – und das dürfte auch in den 30 Jahren, die sie für diese Tat Schadensersatz zahlen muss, sehr schwer sein. Das ist nur ein Beispiel von vielen, die Susanne Sancassani und Thomas Dangelat vom Team des Vanda-Mobils den Schüler der 7. Klassen gestern auf dem Schulhof ihrer Rudolf-Tarnow-Schule zeigten. Auf Schautafeln machten sie deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn man ohne nachzudenken öffentliches oder privates Eigentum zerstört, Wände mit Graffiti beschmiert. „Wie wollen dabei  nicht mit erhobenem Zeigefinger herangehen, wir möchten die Jugendlichen bewegen, eine Bewusstseinshaltung aufzubauen, Achtung vor fremdem Eigentum zu entwickeln und nicht einfach nur so aus Frust und Langeweile alles zu zerschlagen“, erklärt die Vanda-Mobil-Mitarbeiterin, die ausgebildete Psychotherapeutin nach Heilpraktikergesetz ist. Gemeinsam mit ihrem Mitstreiter Thomas Dangelat tourt sie seit September durch unser Land und besucht Schulen auch in unserem Kreis. Das Vanda-Mobil der evangelischen Jugend Schwerin e.V. ist ein neues Projekt, um dem alltäglichen Phänomen Vandalismus zu begegnen. Unterstützt und gefördert wird es vom Europäischen Sozialfonds, vom Innenministerium  und der evangelischen Kirche.

Als sich die Boizenburger Rudolf-Tarnow-Schule um einen Termin des Vanda-Mobils bemühte, war noch nicht abzusehen, dass in puncto Vandalismus die Elbestadt traurige Berühmtheit erlangen würde. Brennende Papiercontainer, Zerstörungen am Weidenschneck unten am Hafen, Graffiti-Schmierereien und andere Delikte haben Boizenburg in die Negativschlagzeilen gebracht. „Jüngsten Beispiel für diese Zerstörungswut sind nach der Berufsfindungsmesse die eingeschlagenen Scheiben  an der neu sanierten Sporthalle und die Schmierereien an der Bushaltestelle vor unserer Schule“, so Schulleiter Jörg Dahlmann. Mit solchen Aktionen wie der Präsenz des  Vanda-Mobils werde den Jugendlichen  deutlich gemacht, welche Konsequenzen ein unüberlegtes Handeln mit sich bringen kann. So mancher  kann sich dadurch seine eigene Zukunft zerstören. „Wichtig für die jungen Leute ist es, dass sie erkennen, wer dabei steht und nichts unternimmt, macht sich  mitschuldig. Geht etwas kaputt, werden die Täter erwischt, dann bin ich auch mit dran – diese Erkenntnis ist, so denke ich, nach dem  Aktionsprogramm des Vanda-Mobils hängen geblieben“, resümiert IB-Schulsozialarbeiterin Simone Siebrecht.

Für die Siebtklässler, die sich  mit Boxhandschuhen am Sandsack und beim Eintreten einer alten Autotür auch einmal so richtig „austoben“ konnten, waren diese 90 Minuten ebenso interessant wie lehrreich. „Mit hat sehr gut gefallen, wie die beiden erklärt haben, welche Kosten die einzelnen Schäden verursachen und wie lange es dauert, das abzuzahlen“, sagte Nils Dachner. Eine Meinung, die auch Alexandra Eckert und Jenny Brinkmann teilen. „Ich finde es gut, dass die beiden vom Vanda-Mobil aus Schwerin zu uns gekommen sind und vor den Gefahren eines unüberlegten Handeln gewarnt haben. Mir hat dieser Aktionstag viel gegeben“, ergänzt Phillipp Kleuckling.

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