28.06.2008 | SVZ Ludwigslust
Was Zerstörungswut anrichtet
Vanda-Mobil hielt an der Grabower Schule „Friedrich Rohr“
Als an der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ auf dem Schulhof ein Getränkeautomat brannte, hätte eigentlich die Feuerwehr gerufen werden müssen. Doch an diesem Tag fuhr stattdessen das Vanda-Mobil mit Martinshorn auf das Schulgelände und Rainer Sorge mit Praktikant David von der evangelischen Kirche Schwerin kamen mit den Schülern ins Gespräch. Thema waren unter anderem die Kosten, die durch Vandalismus entstehen können. Eine Bestandsaufnahme an der eigenen Schule ergab immerhin Schäden in Höhe von 1000 Euro. Dieses Geld hätte in die Kinder- und Jugendarbeit fließen können, muss nun aber in die Beseitigung der Schäden investiert werden. Außerdem erfuhren die Schüler der 8. Klassen etwas über die langfristigen Folgen von Vandalismus. Die Mitarbeiter des Vanda-Mobils berichteten, dass ein Jugendlicher sein Auslandsstudium vergessen konnte, weil er wegen Vandalismus, Zerstörung oder Graffiti-Sprühen vorbestraft war.
Doch die Schweriner redeten nicht nur über Zerstörungswut, sondern zeigten den Schülern auch Möglichkeiten auf, seine Freizeit sinnvoll zu nutzen, zum Beispiel durch die Mitgliedschaft in Sportvereinen, die Teilnahme an Graffiti-Projekten oder Besuche der öffentlichen Kinder- und Jugendclubs. Und da neben Langeweile oft auch Wut, Ärger und der Frust des Unverstandenseins Auslöser für Vandalismus seien, sei es wichtig, dass die Schüler Ansprechpartner mit einem offenen Ohr für ihre Sorgen und Probleme hätten.